Azimuth-Elevation Rotor getestet

über ein Jahr liegt nun schon ein Azimuth-Elevation-Rotor (Kenpro KR5600A AZ/EL Rotor) bei mir im Shack.

Ich hatte ihn sehr günstig erworben und wollte ihn seit dem auf Funktion überprüfen. Durch den Hausbau und mangels Montagemöglicheit (Mast) habe ich das aber immer vor mir hergeschoben. Nun konnte ich allerdings die freie Zeit über Ostern etwas nutzen und habe mir die Rotor-Kombination zur Prüfung herangezogen.
Bereits beim Erhalt des Pakets habe ich damals gesehen, dass der Knickschutz bzw. die Kabeldurchführung aus dem Steuergerät gerutscht ist und entsprechend die isolierten Adern “lose” ins Gerät verliefen. Ich habe also zunächst mal das Steuergerät geöffnet und im inneren auf Schäden (evtl. abgerissene Kabel, defekte Kondensatoren etc.) überprüft. Alle Lötpunkte sehen gut aus und auch die Adern der Spannungszufuhr sind vernünftig angelötet gewesen. Allerdings ist der Mantel der Leitung so dünn, dass das Gummi der Kabeldurchführung recht viel Spiel hat. Es rutscht entsprechend schnell wieder aus dem Metallgehäuse. Dieses Problem habe ich gelöst, indem ich sowohl auf der Innenseite, als auch direkt außerhalb des Gehäuses dicke Kabelbinder auf das Anschlusskabel gezogen habe. Nun hat das Kabel so wenig Spiel in der Durchführung, dass diese nicht herausgedrückt wird und falls doch, rutscht das Kabel selbst nicht weiter, da der innere Kabelbinder ein durchrutschen verhindert. Anschließend habe ich die Spannungen der einzelnen Ausgänge entsprechend der Beschreibung überprüft und auch die Relais und Sperren per Sichtprüfung getestet.
Dann habe ich die Anschlussklemmen direkt am Rotor unter die Lupe genommen. Interessant ist immer wieder, dass es Spinnen und andere Tierchen schaffen, sich durch vermeintlich abgedichtete Deckel zu quetschen um darin ihren Nachwuchs großzuziehen 😉

Am Elevation-Rotor hing noch ein ca. 70cm langes Anschlusskabel mit 11 nummerierten Adern. Der Rotor benötigt jedoch nur 6 und ich war sehr überrascht, dass der Vorbesitzer nicht einfach die Anschlüsse (die ebenfalls mit 1-6 nummeriert sind) auch entsprechend mit den Adern 1-6 angeschlossen hat.
Also erst mal die Belegung gesichtet, nochmals mit einem Multimeter den Durchgang geprüft und die entsprechenden Adern am Steuergerät angeklemmt.
Steuergerät eingeschaltet und siehe da: es dreht! Perfekt 😉

Für den Azimuth-Rotor habe ich zum Test ein kurzes vom Bau übrig gebliebenes Netzwerk-Installationskabel benutzt. Auch dieser Rotor läuft nach meinem Eindruck tadellos.

Trotzdem werde ich die Zeit bis der Mast geliefert wird noch nutzen um beide Rotoren zu öffnen und mir die Lager etc. genauer anzusehen. Auch das Fett wird in dem Zuge erneuert, denn er wird dann sicher längere Zeit auf dem Dach bleiben.

Die Mast- bzw. Rohrkonstruktion wird so gebaut werden, dass ein 3-Band-Beam sowie je eine YAGI für 2m und 70cm gleichzeitig gedreht werden. Wobei die YAGIs für Betrieb über Satelliten sowie EME auch vertikal bewegt werden sollen.

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